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Mittwoch, 27. Mai 2026

Heute vor 100 Jahren...

Lust auf eine kleine Zeitreise, in das Berlin des Jahres 1926? Dort passierte heute vor genau 100 Jahren etwas, was filmgeschichtlich relevant ist, von dem es aber heute fast keine Spuren mehr gibt. Wer aus der Gegenwart im Berlin von 1926 ankommen würde, würde eine komplett andere Stadt erleben. Fast so als würde man heute von Berlin nach London reisen. Ankommen würde man mit der Bahn im Anhalter Bahnhof, von dem heute nur noch die Ruine des Portikus existiert. Seinen Namen hatte er durch seine Verbindung ins Anhaltische Dessau und Köthen, die 1841 eröffnet wurde. Über den Anhalter Bahnhof war Berlin unter anderem mit Wien, Karlsbad, Rom, Venedig, Nizza und Athen verbunden. Die Halle des riesigen Kopfbahnhofs war imposant, und brauchte den Vergleich mit entsprechenden Bahnhöfen in London oder Paris nicht scheuen. 

Von der Bahnhofshalle führte exklusiv ein eigener Tunnel direkt in die Lobby des Hotels Excelsior. Vielleicht ging vor 100 Jahren ein frisch verlobtes britisches Paar durch diesen Tunnel, um im Excelsior einzuchecken. 

Sonntag, 19. April 2026

Als die Sterne fliegen lernten

Warp-Flug mit sich bewegenden Sternen
Foto von Anton Filatov auf Unsplash
Jeder hat wohl andere kleine Rituale an einem verregneten Sonntag. Für mich ist es oft das Schauen einer Folge Star Trek - Das nächste Jahrhundert mit einer Tasse Earl Grey. Die heutige Folge war Todesangst beim Beamen mit einem famosen Dwight Schultz, eine kleine Empfehlung an dieser Stelle. Ein zentrales Bild des Star-Trek-Franchise' - und mittlerweile auch vieler anderer - ist eine dreidimensionale Darstellung des Weltraums mit sich in unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegenden Sternen. Ein ebenso simpler wie genialer Effekt - steht er doch für die zentrale Sehnsucht in der Science Fiction, die Erde als Wiege der Menschheit zu verlassen und in andere Welten aufzubrechen. Für Zuschauer, die dieses Bild zum ersten Mal sahen, hatte es sicher etwas elektrisierendes. Aber wann genau war dieser Effekt eigentlich zum ersten Mal zu sehen? 

Dienstag, 24. Februar 2026

Die Spur des Bergadlers

Filmplakat "Der Bergadler" 1926
Der Thriller-Meister Alfred Hitchcock prägte den Begriff McGuffin für etwas, das wie ein Ball ins Spiel geworfen wird und die Spieler in Bewegung bringt, selbst aber so unwichtig ist wie der Ball als Gegenstand. Diese Art von Dramaturgie perfektionierte er in seiner rund fünfzigjährigen Regiekarriere immer mehr und inspirierte damit Generationen von Filmemachern. Berühmte Beispiele sind die Weinflaschen in NOTORIOUS, die 40.000 Dollar in PSYCHO oder sogar ein Volkslied in THE LADY VANISHES. Aber kann ein Film selbst zu einem McGuffin werden, zu etwas, hinter dem alle herjagen? 

Hitchcocks zweite Regiearbeit THE MOUNTAIN EAGLE (Der Bergadler, 1926), die er vor genau 100 Jahren in Österreich realisierte, hat das geschafft - wenn auch eher unfreiwillig. Doch wie kam es dazu?

Steven und die Aliens

Nach einer chronologischen Besprechung aller Filme von Steven Spielberg ( hier  und  hier ) und einem  Ranking  möchte ich auch meinen Eindr...