Vor 60 Jahren starteten mit Abstand von etwas mehr als einer Woche zwei Serien, die eine ähnliche Idee verfolgten und damit Fernsehgeschichte schrieben: Am 8. September 1966 Star Trek im US-Fernsehen, am 17. September Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion im Deutschen Fernsehen. Beide erzählen ein "Märchen von Übermorgen", das mehrere hundert Jahre in der Zukunft spielt und von der Weltraum-Erforschung einer friedlich vereinigten Menschheit und deren Begegnung mit außerirdischen Zivilisationen handelt. In beiden Fällen bewältigten die Macher mit enormer Kreativität ein begrenztes Budget. Doch trotz aller Gemeinsamkeiten zeigen sich auch bemerkenswerte Unterschiede - die zum Teil auch in der Mentalität und der Geschichte der Länder begründet sind, in denen sie produziert wurden.
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Donnerstag, 17. September 2026
Mittwoch, 27. Mai 2026
Heute vor 100 Jahren...
Lust auf eine kleine Zeitreise, in das Berlin des Jahres 1926? Dort passierte heute vor genau 100 Jahren etwas, was filmgeschichtlich relevant ist, von dem es aber heute fast keine Spuren mehr gibt. Wer aus der Gegenwart im Berlin von 1926 ankommen würde, würde eine komplett andere Stadt erleben. Fast so als würde man heute von Berlin nach London reisen. Ankommen würde man mit der Bahn im Anhalter Bahnhof, von dem heute nur noch die Ruine des Portikus existiert. Seinen Namen hatte er durch seine Verbindung ins Anhaltische Dessau und Köthen, die 1841 eröffnet wurde. Über den Anhalter Bahnhof war Berlin unter anderem mit Wien, Karlsbad, Rom, Venedig, Nizza und Athen verbunden. Die Halle des riesigen Kopfbahnhofs war imposant, und brauchte den Vergleich mit entsprechenden Bahnhöfen in London oder Paris nicht scheuen.
Von der Bahnhofshalle führte exklusiv ein eigener Tunnel direkt in die Lobby des Hotels Excelsior. Vielleicht ging vor 100 Jahren ein frisch verlobtes britisches Paar durch diesen Tunnel, um im Excelsior einzuchecken.
Dienstag, 24. Februar 2026
Die Spur des Bergadlers
Der Thriller-Meister Alfred Hitchcock prägte den Begriff McGuffin für etwas, das wie ein Ball ins Spiel geworfen wird und die Spieler in Bewegung bringt, selbst aber so unwichtig ist wie der Ball als Gegenstand. Diese Art von Dramaturgie perfektionierte er in seiner rund fünfzigjährigen Regiekarriere immer mehr und inspirierte damit Generationen von Filmemachern. Berühmte Beispiele sind die Weinflaschen in NOTORIOUS, die 40.000 Dollar in PSYCHO oder sogar ein Volkslied in THE LADY VANISHES. Aber kann ein Film selbst zu einem McGuffin werden, zu etwas, hinter dem alle herjagen?
Hitchcocks zweite Regiearbeit THE MOUNTAIN EAGLE (Der Bergadler, 1926), die er vor genau 100 Jahren in Österreich realisierte, hat das geschafft - wenn auch eher unfreiwillig. Doch wie kam es dazu?
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