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Dienstag, 24. Februar 2026

Die Spur des Bergadlers

Filmplakat "Der Bergadler" 1926
Der Thriller-Meister Alfred Hitchcock prägte den Begriff McGuffin für etwas, das wie ein Ball ins Spiel geworfen wird und die Spieler in Bewegung bringt, selbst aber so unwichtig ist wie der Ball als Gegenstand. Diese Art von Dramaturgie perfektionierte er in seiner rund fünfzigjährigen Regiekarriere immer mehr und inspirierte damit Generationen von Filmemachern. Berühmte Beispiele sind die Weinflaschen in NOTORIOUS, die 40.000 Dollar in PSYCHO oder sogar ein Volkslied in THE LADY VANISHES. Aber kann ein Film selbst zu einem McGuffin werden, zu etwas, hinter dem alle herjagen? 

Hitchcocks zweite Regiearbeit THE MOUNTAIN EAGLE (Der Bergadler, 1926), die er vor genau 100 Jahren in Österreich realisierte, hat das geschafft - wenn auch eher unfreiwillig. Doch wie kam es dazu?

Sonntag, 30. November 2025

100 Jahre Hitch

Vor hundert Jahren - im November 1925 - durfte erstmals ein Publikum einen Film von Alfred Joseph Hitchcock bestaunen. Bemerkenswerterweise war es ein deutschsprachiges Publikum, denn die Weltpremiere fand in München statt, und vorerst nur dort. Um für Irrgarten der Leidenschaft (The Pleasure Garden) genug Geld aufzutreiben, arbeitete Produzent Michael Balcon mit der deutschen Produktionsfirma Münchner Lichtspielkunst (Emelka) in München zusammen, die später zur Bavaria Film wurde. Dementsprechend wurden die Innenaufnahmen in den Emelka-Studios in Geiselgasteig gedreht - weshalb Hitchcock auch deutsch sprach und später sogar einen Film auf deutsch drehte.

Anläßlich dieses Jubiläums starte ich hier eine Hitchcock-Retrospektive, die sich allen seinen 52 Filmen widmen soll. (Eigentlich sind es 53, aber The Mountain Eagle von 1926 gilt leider als verschollen.) Bei vielen davon habe ich auch die literarische Vorlage gelesen und werde Buch und Film miteinander vergleichen. Oft lohnt sich auch ein Blick auf spätere Verfilmungen dieser Stoffe, da sie sich teilweise enger an das Original hielten, während Hitchcock sich von deren Geschichten meistens nur lose inspirieren ließ. Ein Grund, warum viele Autoren - wie Daphne Du Maurier oder William Somerset Maugham - von seinen Verfilmungen nicht nur begeistert waren. 

Ein Hitchcock-Marathon ist gleichzeitig auch eine Zeitreise durch die Filmgeschichte und durch das Goldene Zeitalter des Kinos. Angefangen von den frühen Stummfilmen, dem Aufkommen von Ton, dann Farbe, Film Noir, dem 3D-Boom der 1950er und schließlich dem New Hollywood. In diesem Sinne: Auf Hitch! 

Steven und die Aliens

Nach einer chronologischen Besprechung aller Filme von Steven Spielberg ( hier  und  hier ) und einem  Ranking  möchte ich auch meinen Eindr...