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Donnerstag, 17. September 2026

Enterprise trifft Orion


Raumschiff Orion und Enterprise im All
Vor 60 Jahren starteten mit Abstand von etwas mehr als einer Woche zwei Serien, die eine ähnliche Idee verfolgten und damit Fernsehgeschichte schrieben: Am 8. September 1966 Star Trek im US-Fernsehen, am 17. September Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion im Deutschen Fernsehen. Beide erzählen ein "Märchen von Übermorgen", das mehrere hundert Jahre in der Zukunft spielt und von der Weltraum-Erforschung einer friedlich vereinigten Menschheit und deren Begegnung mit außerirdischen Zivilisationen handelt. In beiden Fällen bewältigten die Macher mit enormer Kreativität ein begrenztes Budget. Doch trotz aller Gemeinsamkeiten zeigen sich auch bemerkenswerte Unterschiede - die zum Teil auch in der Mentalität und der Geschichte der Länder begründet sind, in denen sie produziert wurden. 


Montag, 8. Juni 2026

Über den Dächern von Turin

Rooftop Race Track Lingotto Turin from The Italian Job
Auf dieser Seite möchte ich auch einige Filmlocations vorstellen, die ich besucht habe. Eine der bemerkenswertesten und coolsten war aus einem britischen Caper-Klassiker: The Italian Job von 1969 (typisch bräsiger deutscher Verleihtitel: Charlie staubt Millionen ab). Dieser Film zeigt eine der verrücktesten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte, in der drei Mini Cooper mit geraubtem Gold vor der Polizei fliehen, oder besser gesagt, die Polizei an der Nase herumführen. Die Jagd geht über Bürgersteige, durch komplette Gebäude, Abwassertunnel, über Dächer und mit einem Abstecher auf eine weltweit einmalige Rennstrecke: Die Teststrecke auf dem Dach der ehemaligen Fiat-Fabrik in Turin. Neuwagen konnten direkt aus der Fabrik über eine spiralförmige Auffahrt hier heraufgefahren und hoch über den Dächern von Turin über die eineinhalb Kilometer lange Piste gejagt werden. 

Heute fahren hier leider keine Autos mehr, und die Fabrik ist - Sie ahnen es sicher - ein Einkaufszentrum. Trotzdem ist die Strecke sehr gut erhalten und für Film- wie Autofans gleichermaßen ein absolutes Highlight. 

Sonntag, 19. April 2026

Als die Sterne fliegen lernten

Warp-Flug mit sich bewegenden Sternen
Foto von Anton Filatov auf Unsplash
Jeder hat wohl andere kleine Rituale an einem verregneten Sonntag. Für mich ist es oft das Schauen einer Folge Star Trek - Das nächste Jahrhundert mit einer Tasse Earl Grey. Die heutige Folge war Todesangst beim Beamen mit einem famosen Dwight Schultz, eine kleine Empfehlung an dieser Stelle. Ein zentrales Bild des Star-Trek-Franchise' - und mittlerweile auch vieler anderer - ist eine dreidimensionale Darstellung des Weltraums mit sich in unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegenden Sternen. Ein ebenso simpler wie genialer Effekt - steht er doch für die zentrale Sehnsucht in der Science Fiction, die Erde als Wiege der Menschheit zu verlassen und in andere Welten aufzubrechen. Für Zuschauer, die dieses Bild zum ersten Mal sahen, hatte es sicher etwas elektrisierendes. Aber wann genau war dieser Effekt eigentlich zum ersten Mal zu sehen? 

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Steven Spielberg - Eine Retrospektive

Teil 1: 1968 bis 1997

Steven Spielberg DVD-Box und Buch
Am 70. Geburtstag von Steven Spielberg - am 18. Dezember 2016 - hatte ich eine chronologische Retrospektive mit allen Filmen des Star-Regisseurs begonnen, die ich in diesem Jahr, mit einigen längeren Unterbrechungen, beendet habe. Heute, an seinem 79. Geburtstag, möchte ich hier mal diese Reihe von Besprechungen seiner Filme teilen. Passend auch anlässlich des Teaser-Trailers zu seinem neusten Werk DISCLOSURE DAY, der 2026 startet, und mit dem Spielberg zu seinen Science-Fiction-Ursprüngen zurückkehrt.

Spielberg verdanke ich einige der prägendsten Kino- und TV-Momente überhaupt. E.T. DER AUSSERIRDISCHE und UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART hatte ich als Kind im örtlichen Kino meiner Kleinstadt gesehen. Zusammen mit STAR TREK - DER FILM haben diese Filme meine Liebe zum Kino, zu Science-Fiction und zu Spezialeffekten maßgeblich verursacht. DER WEISSE HAI war einer meiner ersten Horrorfilme im Fernsehen - spätabends bei einem Onkel, der elterliche Verbote mit der Ansage "Jetzt wollen wir erstmal Blut sehen" unterlief. Und JURASSIC PARK schließlich hatte nach dem großen Kinosterben der Wendezeit den regelmäßigen Lichtspielbesuch wieder fest etabliert. 

Obwohl einige Filme im Zuge der chronologischen Sichtung fast reine Pflichtübungen waren, die ich etwas vor mich herschob, muss ich doch sagen, das alle Spielberg-Filme handwerklich äußerst beeindruckende Werke sind, und er auf der rein technischen Ebene keinen einzigen schlechten Film abgeliefert hat. 

Steven und die Aliens

Nach einer chronologischen Besprechung aller Filme von Steven Spielberg ( hier  und  hier ) und einem  Ranking  möchte ich auch meinen Eindr...